Die wichtigsten Fakten
- RFQ steht für „Request for Quotation“, also eine formelle Angebotsanfrage.
- CPQ „Configure, Price, Quote“ bezeichnet eine Softwarekategorie für Produktkonfiguration, Preisberechnung und Angebotserstellung.
- RFQ wird überwiegend vom Käufer angestoßen; CPQ wird hauptsächlich vom Verkäufer eingesetzt.
- Beispiel: Ein Hersteller fragt zehn individuell ausgestattete Verpackungsmaschinen bei drei Anbietern an. Jeder Anbieter kann mit CPQ aus Leistung, Zubehör und Servicepaketen ein korrektes Angebot berechnen.
RFQ und CPQ begegnen sich häufig im selben Verkaufsprozess, lösen aber verschiedene Aufgaben. Ein RFQ hilft dem Käufer, Angebote mehrerer Lieferanten einzuholen und zu vergleichen. CPQ unterstützt den Verkäufer dabei, ein passendes Produkt zusammenzustellen, den richtigen Preis zu berechnen und daraus ein Angebot zu erstellen.
Der Unterschied zwischen RFQ und CPQ liegt damit in der Perspektive: RFQ gehört vor allem zur Beschaffung, CPQ zum Vertrieb.
Die Ansätze ergänzen sich: Bei komplexen Produkten kann ein Kunde eine Angebotsanfrage versenden, während der Anbieter mit CPQ die Anforderungen prüft und ein belastbares Angebotsdokument erstellt.
Was ist CPQ?
CPQ ist eine Software, die Vertriebsmitarbeiter, Partner oder Kunden durch drei zusammenhängende Schritte führt: ein Produkt passend zusammenstellen, den korrekten Preis berechnen und ein fertiges Angebot erzeugen. Besonders hilfreich ist sie bei Produkten mit vielen Varianten, Abhängigkeiten, Rabatten oder Zusatzleistungen.
Configure, Price und Quote erklärt
Die drei Buchstaben beschreiben den Kern des Ablaufs:
- Configure: Das Produkt oder Leistungspaket wird entsprechend den Kundenanforderungen zusammengestellt. Regeln verhindern beispielsweise, dass unvereinbare Bauteile, Größen oder Optionen kombiniert werden.
- Price: Das System berechnet den Preis der gewählten Ausführung. Dabei kann es unter anderem Mengenstaffeln, kundenspezifische Konditionen, Regionen, Serviceverträge und zulässige Rabatte berücksichtigen.
- Quote: Aus den geprüften Daten entsteht ein Angebot mit Positionen, Preisen, Produktinformationen und Geschäftsbedingungen. Je nach Lösung lassen sich auch Bilder, technische Zeichnungen oder eine Zusammenfassung der Konfiguration einbinden.
CPQ bildet Verkaufsregeln ab und sorgt dafür, dass ein Angebot technisch machbar und kaufmännisch korrekt ist.
Wie CPQ-Software funktioniert
Am Anfang stehen Produktdaten und Regeln. Dazu zählen der Katalog, verfügbare Optionen, Abhängigkeiten, Preislisten, Rabattgrenzen und Freigabestufen. Diese Informationen werden einmal strukturiert hinterlegt und anschließend bei jeder Anfrage wiederverwendet.
Der Nutzer beantwortet Fragen zum gewünschten Einsatz. Die Software grenzt die Auswahl ein und zeigt nur Kombinationen an, die angeboten werden können. Ändert sich eine Option, passt sie abhängige Komponenten und den Preis an.
Benötigt ein Rabatt eine Genehmigung, leitet das System das Angebot zur Freigabe weiter. Eine Integration mit CRM-, ERP-, E-Commerce- oder Produktinformationssystemen verhindert zudem doppelte Dateneingaben.
Wann Unternehmen CPQ-Lösungen einsetzen
CPQ lohnt sich, wenn ein Verkäufer keinen festen Artikel mit festem Preis anbietet. Typische Beispiele sind Maschinen, Fahrzeuge, Medizintechnik, Möbel oder umfangreiche B2B-Dienstleistungen.
Typische Signale sind lange Angebotszeiten, viele manuelle Prüfungen oder Fehler, die erst bei Bestellung und Produktion auffallen. Zentral gepflegte Regeln erleichtern außerdem den Vertrieb über mehrere Länder, Händler und digitale Kanäle.
Was ist der Hauptunterschied zwischen RFQ und CPQ?
Der Hauptunterschied liegt in Zweck und Blickrichtung: Per RFQ fordert der Käufer Angebote an; mit CPQ konfiguriert und kalkuliert der Verkäufer seine Antwort. RFQ organisiert den Lieferantenvergleich, CPQ die Verkaufsantwort.
| Merkmal | RFQ | CPQ |
|---|---|---|
| Ausgangspunkt | Ein definierter Bedarf | Eine konkrete Verkaufschance oder Kundenanfrage |
| Federführende Seite | Einkauf | Vertrieb |
| Zentrale Aufgabe | Angebote einholen und vergleichen | Lösung konfigurieren und korrekt bepreisen |
| Schwerpunkt | Konditionen und Vergleichbarkeit | Produktregeln, Preisgestaltung und Angebot |
| Typisches Ergebnis | Auswahl eines Lieferanten oder Beginn einer Verhandlung | Versandfertiges Angebot beziehungsweise Bestellung |
Vom Käufer initiierte vs. vom Verkäufer gesteuerte Prozesse
Ein RFQ beginnt beim Käufer, der Bedarf und Frist beschreibt und Lieferanten anfragt. CPQ setzt beim Verkäufer ein, sobald er die Anforderungen in eine Lösung übersetzt.
| Prozessschritt | RFQ | CPQ |
|---|---|---|
| Start | Käufer versendet eine Anfrage | Verkäufer öffnet eine Verkaufschance oder Konfiguration |
| Richtung | Ein Käufer an mehrere Lieferanten | Ein Anbieter an einen Interessenten |
| Entscheidung | Käufer vergleicht Angebote | Verkäufer prüft Lösung, Preis und Marge |
Beschaffungsdokument vs. Vertriebstechnologie
RFQ bezeichnet die Angebotsanfrage und den dazugehörigen Beschaffungsablauf. CPQ ist eine Technologie für den regelbasierten Verkaufsprozess.
| Aspekt | RFQ | CPQ |
|---|---|---|
| Form | Dokument, Formular oder digitaler Beschaffungsvorgang | Softwarelösung |
| Inhalt | Bedarf, Mengen, Fristen und Konditionen | Regeln, Preise, Rabatte und Vorlagen |
| Einsatzbereich | Einkauf und Lieferantensuche | Vertrieb, Partnervertrieb und digitaler Self-Service |
Ein RFQ kann über eine Beschaffungsplattform laufen, ist aber selbst keine bestimmte Software. CPQ erstellt ein Angebot, ersetzt jedoch weder Ausschreibung noch Lieferantenauswahl.
Manueller Vergleich vs. automatisierte Konfiguration
RFQ dient dem Vergleich der Antworten. CPQ stellt vor dem Versand sicher, dass die Lösung gültig und richtig kalkuliert ist.
| Tätigkeit | RFQ | CPQ |
|---|---|---|
| Anforderungen | Lieferant beantwortet die Anfrage | Regeln führen zu passenden Optionen |
| Preise | Käufer vergleicht Angebote | System berechnet eine Lösung |
| Fehlerkontrolle | Vorlage und Prüfung | Automatische Produktregeln |
Auch RFQ-Prozesse können digital ablaufen. Der Vergleich mehrerer Anbieter bleibt jedoch eine andere Aufgabe als die regelbasierte Konfiguration eines einzelnen Angebots.
Wie unterscheiden sich RFQ- und CPQ-Prozesse?
Beim RFQ definiert der Einkauf den Bedarf, fordert vergleichbare Lieferantenangebote an und bewertet Preise, Lieferbedingungen und weitere Kriterien für die Lieferantenauswahl. Beim CPQ konfigurieren dagegen Vertrieb, Händler oder Kunden im Self-Service eine passende Lösung anhand hinterlegter Produktregeln; die Software berechnet Preise und Rabatte, erstellt das Angebotsdokument und steuert die Freigabe von Sonderkonditionen.
Prozessverantwortung
Für ein RFQ ist üblicherweise der Einkauf verantwortlich. Er formuliert den Bedarf, wählt Lieferanten aus und bewertet die Angebote mit den Fachabteilungen.
Der CPQ-Prozess gehört meist zum Vertrieb. Produktmanagement, Controlling, Engineering und IT liefern die nötigen Regeln und Daten. Im Self-Service kann der Kunde die Konfiguration selbst durchlaufen, ohne dass der Anbieter die Kontrolle über zulässige Varianten verliert.
Produktkonfiguration
Ein RFQ beschreibt den Bedarf, führt den Lieferanten aber nicht durch dessen interne Produktlogik.
CPQ übernimmt diese Übersetzung. Aus Angaben zu Leistung, Maßen oder Einsatzort entstehen auswählbare Komponenten; unzulässige Optionen werden ausgeblendet. So kann auch ein weniger erfahrener Mitarbeiter eine plausible Lösung erstellen.
Preis- und Rabattmanagement
Im RFQ nennt der Käufer etwa Mengen, Lieferorte und Laufzeiten. Der Einkauf vergleicht anschließend Gesamtpreis, Lieferzeit, Zahlungsbedingungen, Qualität und Folgekosten.
CPQ berechnet den Preis nach den Regeln des Anbieters, etwa anhand von Mengenrabatten, Zuschlägen, regionalen Preislisten oder Vertragskonditionen. Rabattgrenzen schützen dabei die Marge.
Angebotserstellung und -freigabe
Beim RFQ legt die Anfrage fest, welche Angaben der Lieferant liefern soll. Einheitliche Tabellen oder Portale erleichtern den Vergleich.
CPQ erzeugt aus Produkten und Preisen ein einheitliches Angebotsdokument. Bei Sonderkonditionen startet der passende Freigabe-Workflow, sodass Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.
Typische Nutzer
RFQ wird vor allem von Einkauf, Fachabteilungen und potenziellen Lieferanten genutzt. Bei größeren Vorhaben kommen Recht, Finanzen oder Qualitätsmanagement hinzu.
CPQ richtet sich an Vertrieb, Händler und Angebotsmanager. In digitalen Kanälen können Käufer den Konfigurator direkt nutzen.
Geschäftliche Ergebnisse
Ein guter RFQ-Prozess schafft eine transparente Grundlage für Lieferantenauswahl und Verhandlung.
CPQ verkürzt die Angebotserstellung, reduziert Fehler und sichert konsistente Preise. Eine visuelle Konfiguration macht komplexe Lösungen zudem leichter verständlich.
Wie arbeiten RFQ und CPQ zusammen?
RFQ und CPQ greifen ineinander, wenn ein Käufer Anforderungen an mehrere Anbieter sendet und diese ihre Antworten mit CPQ vorbereiten. Die Angaben aus dem RFQ werden dabei in eine konkrete Produktkonfiguration, eine regelkonforme Kalkulation und schließlich ein vergleichbares Lieferantenangebot übersetzt.
Von den Kundenanforderungen zur Produktkonfiguration
Der Käufer beschreibt im RFQ Leistung, Stückzahl, Maße und Serviceumfang. Der Anbieter überträgt die Angaben in CPQ, wo Produktregeln daraus eine lieferbare Variante formen.
Unklare Anforderungen erfordern weiterhin eine Rückfrage oder eine klar gekennzeichnete Annahme. CPQ kann fehlende Informationen nicht zuverlässig ersetzen.
Von den Preisregeln zum finalen Angebot
Nach der Konfiguration wendet CPQ die Preisregeln auf Komponenten, Mengen, Leistungen und Konditionen an. Sonderpreise werden zur Prüfung weitergeleitet.
Nach der Freigabe entsteht die RFQ-Antwort mit Preis, technischen Details, Lieferumfang und Servicebedingungen. Der Einkäufer erhält ein intern geprüftes Angebot.
Integration von Beschaffungs- und Vertriebsprozessen
Eine Integration kann Daten zwischen Beschaffungsplattform, CRM, CPQ und ERP übertragen. Die Plattform verwaltet die Anfrage, CPQ erstellt die Antwort und das ERP unterstützt Auftrag, Produktion und Abrechnung.
Bei wenigen Anfragen kann eine standardisierte Datenübergabe genügen. Viele Varianten, hohe Volumen oder kurze Fristen sprechen für stärkere Automatisierung.
Welche Vorteile bieten RFQ und CPQ?
RFQ schafft für Käufer einen nachvollziehbaren Lieferantenvergleich, während CPQ Verkäufern eine schnellere und zuverlässigere Angebotserstellung ermöglicht. Zusammen verbessern beide Ansätze die Datenqualität, verkürzen Rückfragen und schaffen bei komplexen B2B-Geschäften eine klarere Grundlage für die Entscheidung.
Vorteile von CPQ für Verkäufer
- Schnellere Angebote: Wiederkehrende Berechnungen und Dokumente werden automatisch erstellt.
- Weniger Konfigurationsfehler: Regeln verhindern Kombinationen, die technisch nicht funktionieren oder nicht lieferbar sind.
- Einheitliche Preisgestaltung: Vertrieb, Partner und Onlinekanäle greifen auf dieselben Preis- und Rabattregeln zu.
- Kürzere Freigaben: Ausnahmen landen direkt bei der richtigen verantwortlichen Person.
- Leichteres Einarbeiten: Geführte Fragen machen Produktwissen für neue Mitarbeiter und Vertriebspartner nutzbar.
- Bessere Kauferfahrung: Kunden verstehen Varianten leichter, wenn Auswahl, Preis und gegebenenfalls eine 3D-Darstellung direkt zusammenpassen.
Gemeinsame Vorteile für den komplexen B2B-Vertrieb
- Klarere Anforderungen: Ein strukturiertes RFQ zwingt den Käufer, Mengen, Ziele und Bedingungen nachvollziehbar zu beschreiben.
- Bessere Vergleichbarkeit: Einheitliche Antwortfelder erleichtern die Bewertung mehrerer Anbieter.
- Belastbarere Angebote: CPQ prüft, ob die angebotene Lösung zu den hinterlegten Produkt- und Preisregeln passt.
- Weniger Rückfragen: Vollständigere Daten reduzieren unnötige Schleifen zwischen Einkauf, Vertrieb und Technik.
- Mehr Transparenz: Anfrage, Konfiguration, Kalkulation und Freigabe lassen sich besser dokumentieren.
- Schnellere Entscheidungen: Käufer erhalten strukturierte Antworten, Verkäufer können diese mit weniger manuellem Aufwand erstellen.
Welche Einschränkungen haben RFQ und CPQ?
Ein RFQ stößt an Grenzen, wenn unklare Anforderungen den Angebotsvergleich erschweren, starre Vorgaben gute Alternativen ausschließen oder komplexe Lösungen zu stark nach dem Preis bewertet werden. CPQ erfordert sorgfältige Vorbereitung, aktuelle Daten, verlässliche Regeln und klare Zuständigkeiten für die laufende Pflege von Daten und Schnittstellen; andernfalls können fehlerhafte Angebote entstehen. Ein zu großer Einführungsumfang erhöht das Risiko, viele Sonderfälle erschweren die Wartung, und eine komplizierte Bedienung gefährdet die Akzeptanz im Vertrieb.
Häufige Herausforderungen bei CPQ
- Vorbereitungsaufwand: Produkte, Preislogik und Freigabewege müssen erfasst werden.
- Unklare Verantwortlichkeit: Ohne feste Datenverantwortliche veralten Regeln und Preislisten.
- Zu großer Startumfang: Alle Produkte und Sonderfälle auf einmal erhöhen das Risiko.
- Geringe Nutzerakzeptanz: Ein komplizierter Konfigurator wird vom Vertrieb umgangen, selbst wenn er fachlich korrekt ist.
- Viele Sonderregeln: Einzelfallausnahmen erschweren Betrieb und Wartung.
Auch ein RFQ braucht Sorgfalt: Vage Anforderungen liefern kaum vergleichbare Antworten, zu starre Vorgaben schließen gute Alternativen aus. Für eine frühe Marktsondierung ist eine Informationsanfrage oft geeigneter.
Abhängigkeiten von Daten und Integrationen
- Produktdaten: Artikel, Optionen und Abhängigkeiten müssen aktuell sein.
- Preisdaten: Preislisten, Rabatte und Konditionen brauchen klare Quellen.
- Kundendaten: CRM-Daten sollten eindeutig, korrekt und datenschutzkonform gepflegt werden.
- Schnittstellen: Änderungen in angebundenen Systemen beeinflussen den Datenaustausch.
- Prozessregeln: Zuständigkeiten und Genehmigungsgrenzen müssen auch außerhalb der Software verstanden werden.
Eine Integration muss daher laufend überwacht, getestet und bei Änderungen angepasst werden.
Wann sollte ein Unternehmen RFQ oder CPQ einsetzen?
Ein Unternehmen sollte RFQ nutzen, wenn es einen klar beschriebenen Bedarf an mehrere Lieferanten senden und deren Konditionen vergleichen möchte; CPQ ist sinnvoll, wenn ein Anbieter viele Varianten, Preisregeln oder Freigaben beherrschen muss. Beide werden benötigt, wenn eine formelle Beschaffung auf einen komplexen, konfigurierbaren Verkaufsprozess trifft.
Szenarien, die von CPQ profitieren
CPQ passt zu Angeboten, die technische oder kaufmännische Prüfungen erfordern, etwa Maschinen mit Zubehör, Möbel nach Maß oder unterschiedliche Servicepakete.
Weitere Signale sind lange Angebotszeiten, Fehler, uneinheitliche Rabatte und die Abhängigkeit von einzelnen Experten. Eine gemeinsame Regelbasis hilft auch bei mehreren Vertriebskanälen.
Szenarien, die ein RFQ erfordern
Ein RFQ eignet sich, wenn der Käufer seinen Bedarf so genau kennt, dass alle Anbieter auf derselben Grundlage kalkulieren können. Typisch sind standardisierte Produkte, klar definierte Dienstleistungen und wiederkehrende Beschaffung.
Bei einer Ausschreibung kann das RFQ ein Teil des Verfahrens sein. Ist die Lösung noch unklar, sollte vor der Preisanfrage zunächst eine Informations- oder Lösungsanfrage stehen.
Szenarien, in denen beide benötigt werden
Beide Ansätze sind bei Investitionsgütern und variantenreichen B2B-Produkten nützlich. Fragt ein Unternehmen etwa eine Produktionsanlage an, muss jeder Hersteller Komponenten, Kapazitäten und Service zu einer gültigen Lösung verbinden.
Das RFQ strukturiert den Wettbewerb; CPQ hilft den Anbietern, belastbare Antworten zu erstellen. Der Käufer erhält vollständigere Angebote, ohne selbst CPQ betreiben zu müssen.
Wie können Unternehmen zwischen RFQ und CPQ wählen?
Die Wahl richtet sich nach Rolle und Problem: Der Einkauf nutzt RFQ zur Lieferantenauswahl, der Vertrieb CPQ für komplexe Angebote. Treffen beide Aufgaben zusammen, sollten die Prozesse aufeinander abgestimmt werden.
Fragen für Einkäufer
Einkäufer sollten fragen: Sind Bedarf, Menge, Termin und Bewertungskriterien bekannt? Gibt es mehrere geeignete Lieferanten? Müssen Antworten nach einem festen Verfahren dokumentiert werden?
Überwiegt das Ja, ist ein RFQ sinnvoll. Ist die passende Lösung noch unklar, sollten zunächst Informationen oder Vorschläge eingeholt werden.
Fragen für Vertriebsorganisationen
Vertriebsteams sollten fragen: Erfordert das Angebot viel Fachwissen? Müssen Optionen technisch geprüft werden? Gibt es zahlreiche Preise, Sonderkonditionen und Freigabestufen? Werden Daten mehrfach eingegeben?
Je häufiger das vorkommt, desto größer ist das CPQ-Potenzial. Wichtige Ausgangswerte sind Angebotsdauer, Fehlerquote und Zahl der Freigabeschleifen.
Abschließende Entscheidungscheckliste
| Situation | RFQ | CPQ | Beide |
|---|---|---|---|
| Mehrere Lieferanten sollen auf derselben Grundlage anbieten | ✓ | ||
| Der Einkauf möchte Preise und Lieferbedingungen vergleichen | ✓ | ||
| Produkte besitzen viele abhängige Optionen | ✓ | ||
| Preise und Rabatte folgen komplexen Regeln | ✓ | ||
| Angebote benötigen wiederkehrende interne Freigaben | ✓ | ||
| Eine formelle Angebotsanfrage betrifft konfigurierbare Produkte | ✓ | ||
| Lieferanten müssen individuelle Lösungen kalkulieren | ✓ | ||
| Beschaffung und Vertrieb sollen Daten ohne Medienbruch austauschen | ✓ |
Die Checkliste zeigt, ob das Hauptproblem im Einkauf, im Vertrieb oder an der Übergabe liegt.
Warum CanvasLogic für CPQ-Lösungen wählen?
CanvasLogic verbindet regelbasierte CPQ-Funktionen mit interaktiver 3D- und AR-Produktdarstellung und eignet sich damit besonders für komplexe, erklärungsbedürftige Produkte. Kunden und Vertriebsmitarbeiter können Varianten visuell zusammenstellen, Preise dynamisch berechnen und aus der geprüften Auswahl ein konsistentes Angebot erzeugen.
Die Lösung berücksichtigt Abhängigkeiten, Ausschlüsse und Preisregeln. Änderungen werden direkt in Konfiguration, Visualisierung und Preis sichtbar, sodass Käufer das Produkt leichter beurteilen können.
CanvasLogic lässt sich an bestehende Systeme anbinden, darunter Salesforce, Microsoft Dynamics 365 und HubSpot sowie Magento, Shopify, Sitecore und WooCommerce. Je nach Architektur können auch Produkt- und Warenwirtschaftsdaten einfließen.
Fazit
RFQ und CPQ lösen unterschiedliche, aber gut kombinierbare Aufgaben: RFQ strukturiert die Anfrage und den Angebotsvergleich aus Sicht des Käufers, CPQ automatisiert Konfiguration, Preisberechnung und Angebotserstellung aus Sicht des Verkäufers. Ein Unternehmen sollte daher nicht fragen, welches Konzept grundsätzlich besser ist, sondern an welcher Stelle im Prozess Zeit, Qualität oder Transparenz verloren gehen.
Liegt das Problem in uneinheitlichen Lieferantenanfragen und schwer vergleichbaren Antworten, sollte der RFQ-Prozess verbessert werden. Dauern dagegen komplexe Angebote zu lange oder entstehen häufig Konfigurations- und Preisfehler, ist CPQ der passendere Hebel. Bei anspruchsvollen B2B-Beschaffungen ergänzen sich beide: Der Käufer stellt eine klare Anfrage, der Verkäufer liefert mithilfe von CPQ eine schnelle und belastbare Antwort.












