Mai 11, 2026
Zu einem Thema springen
Über den Autor
Anastasiya Paharelskaya
Anastasiya Paharelskaya

Technologiebeobachterin

Anastasiya ist eine aufmerksame Beobachterin der Industrie für 3D-Produktkonfigurationen und Augmented Reality. Mit ihrem Gespür für Trends und Innovationen erklärt sie komplexe Themen auf einfache Weise und macht sie für ihre Leser zugänglich. Sie verfolgt zudem mit großem Interesse Entwicklungen in Bereichen wie Systemintegrationen und digitale Transformation, um stets die neuesten Erkenntnisse und Perspektiven zu teilen.

Apttus CPQ vs Salesforce CPQ: Unterschiede, Funktionen und Auswahlhilfe

Das Wichtigste:

  • Apttus CPQ ist heute faktisch Teil von Conga. Seit der Transaktion 2020 läuft das Produkt unter der Conga-Marke weiter.
  • Das klassische Salesforce CPQ bleibt für Bestandskunden verfügbar, bekommt laut offizieller Entwicklerdokumentation aber keine neue Funktionsentwicklung mehr; die strategische Weiterentwicklung liegt bei Agentforce Revenue Management.
  • Conga positioniert heute zwei CPQ-Linien: eine Salesforce-native Variante für Subscription- und Quote-to-Cash-Prozesse sowie mit Smart CPQ eine CRM- und ERP-agnostische, API-first ausgerichtete Lösung.
  • Bei der Auswahl geht es deshalb nicht nur um Features, sondern auch um Roadmap, Architektur, Implementierung, Datenmodell und Integrationsgrad in CRM, ERP, Billing und Vertragsprozessen.
  • Öffentlich sichtbare Preise sind 2026 vor allem im Revenue-Cloud-Umfeld von Salesforce verfügbar; Conga CPQ ist auf den offiziellen Produktseiten weitgehend angebotsbasiert.

Wer heute nach Apttus cpq vs Salesforce CPQ oder Salesforce CPQ vs Apttus CPQ sucht, vergleicht also nicht einfach zwei statische Produkte. Man vergleicht zwei Ansätze, die sich in Roadmap und Marktposition deutlich auseinanderentwickelt haben. Die gute Nachricht: Genau deshalb lässt sich heute klarer sagen, welches System für welchen Vertrieb, welche Konfiguration, welche Preisgestaltung und welche Cloud-Architektur besser passt. Es geht um Konfiguration, Preisgestaltung, Angebote, Automatisierung, Integration im Vertrieb, eine belastbare Plattform für Abonnement- und Vertragsprozesse, Skalierung, Implementierung, Architektur, Datenanalyse und einen sauberen Workflow. 

Was ist CPQ Software?

CPQ steht für Configure, Price, Quote. Gemeint ist Software, die Unternehmen dabei hilft, komplexe Produkte oder Services korrekt zu konfigurieren, konsistent zu bepreisen und daraus schnell professionelle Angebote zu erzeugen. Im erweiterten Quote-to-Cash-Kontext schließt CPQ oft auch Vertrags-, Order-, Billing- und Renewal-Prozesse an. 

Praktisch ist CPQ die Schaltzentrale zwischen Produktlogik, Preislogik und Verkaufsprozess. Statt Varianten, Rabatte und Freigaben manuell in Excel, E-Mail und PDF zusammenzuziehen, bündelt ein CPQ-System Regeln, Daten und Dokumente in einer kontrollierten Plattform. Genau das macht CPQ gerade in B2B-Vertriebsmodellen mit vielen Optionen, kundenspezifischen Preisen oder wiederkehrenden Leistungen so wertvoll. 

Vorteile von CPQ-Systemen

Lass uns über die Vorteile von CPQ-Systemen lernen:

Schnellere Angebotserstellung

CPQ verkürzt die Zeit zwischen Produktwahl und versandfähigem Angebot deutlich, weil Konfiguration, Kalkulation und Dokumenterstellung automatisiert ablaufen. In einer aktuellen ROI-Auswertung wurden im Schnitt deutliche Effizienzgewinne im Quoting-Prozess beobachtet. 

Präzisere Preisgestaltung

Preisregeln, Rabattlogik und Preislisten sorgen dafür, dass auch komplexe Preisgestaltung reproduzierbar bleibt und Spielräume im Vertrieb kontrolliert werden. Das senkt Margin-Leakage und reduziert Nacharbeit. 

Individuelle Produktkonfiguration

Bundles, Optionen, Attribute und Guided Selling machen aus Produktkomplexität einen nachvollziehbaren Ablauf. So wird aus technischer Vielfalt eine geführte Konfiguration statt eines fehleranfälligen Ratespiels. 

Verbesserte Kundenerfahrung

Kunden profitieren von schnelleren, verständlicheren und konsistenteren Angeboten. Gerade bei beratungsintensiven Produkten verbessert das die Kaufreise spürbar. 

Reduzierung von Fehlern

Wenn Regeln, Preise und Abhängigkeiten systemisch hinterlegt sind, sinken manuelle Eingabefehler, Falschkonfigurationen und Repricing-Schleifen. 

Automatisierte Freigabeprozesse

CPQ kann Rabattgrenzen, Ausnahmen und Genehmigungsketten direkt in den Verkaufsworkflow einbetten. Dadurch werden Freigaben schneller, transparenter und auditierbarer. 

Erweiterte Analysefunktionen

Moderne Revenue- und CPQ-Suiten gehen über Angebotslogik hinaus und ergänzen den Prozess um Datenanalyse, KI-gestützte Empfehlungen und Revenue-Transparenz. 

Was ist Salesforce CPQ?

Salesforce CPQ ist beziehungsweise war das klassische Configure-Price-Quote-Managed-Package im Salesforce-Ökosystem. Es unterstützt Produktkonfiguration, Preislogik, Guided Selling, Angebotsdokumente, Freigaben sowie Vertrags-, Amendment- und Renewal-Prozesse für Subscription-Szenarien. Gleichzeitig positioniert Salesforce die strategische Weiterentwicklung heute unter Revenue Cloud beziehungsweise Agentforce Revenue Management, also als breitere Revenue-Lifecycle-Plattform für Katalog, Pricing, Quoting, Contracting, Order Management und Invoicing. 

Das bestehende Salesforce-CPQ-Managed-Package bleibt laut offizieller Entwicklerdokumentation für Bestandskunden verfügbar, erhält aber keine neue Feature-Entwicklung mehr. Wer neu auswählt oder modernisiert, sollte deshalb nie nur das Legacy-Produkt betrachten, sondern immer die Zielarchitektur rund um Revenue Cloud mitdenken. 

Was ist Apttus CPQ?

Apttus CPQ ist die historische Bezeichnung für das CPQ-Angebot, das seit der Fusion 2020 unter der Marke Conga weitergeführt wird. Heute spricht der Markt meist von Conga CPQ. Offiziell vermarktet Conga seine CPQ-Welt als Portfolio: von Salesforce-nativen Subscription- und Quote-to-Cash-Szenarien bis hin zu CRM-/ERP-agnostischen Deployments für große, komplexe Produktkataloge. 

Der Kern von Conga CPQ liegt in schneller, präziser Angebots- und Preislogik für komplexe Kataloge, kombiniert mit offener Architektur, CLM-, Billing- und Dokumentautomatisierungsnähe. Conga betont dabei besonders die Verbindung von Konfiguration, Pricing, Quoting und Vertragserstellung in einem kontrollierten kommerziellen Prozess. 

Apttus CPQ vs Salesforce CPQ: Hauptunterschiede

Die folgende Tabelle verdichtet die zentralen Unterschiede auf Basis offizieller Produktseiten, Help-/Developer-Dokumentation und aktueller Preis- bzw. Roadmap-Hinweise. 

AspektApttus CPQ / Conga CPQSalesforce CPQ
Aktueller ProduktstatusUnter Conga-Marke weitergeführt; Portfolio mit Advantage CPQ und Smart CPQLegacy-Managed-Package für Bestandskunden; strategische Zukunft liegt in Revenue Cloud
GrundansatzOffene, teils CRM-/ERP-agnostische Plattform mit Salesforce-nativen und unabhängigen OptionenAm stärksten im Salesforce-Ökosystem; native Revenue-Lifecycle-Strategie auf Salesforce
ArchitekturOffene APIs, Connectoren, „any CRM, any ERP, any cloud“Nativ, composable, API-first innerhalb der Salesforce-Plattform
Typischer Sweet SpotSehr komplexe Produktlogik, große Kataloge, Multi-Channel, offene IntegrationslandschaftenSalesforce-first-Organisationen, die CRM-nahe Prozesse und einheitliche Datenmodelle priorisieren
Roadmap-RisikoAktive Weiterentwicklung im Conga-PortfolioKlassisches Salesforce CPQ ohne neue Feature-Entwicklung
PreistransparenzAuf offizieller Produktseite überwiegend „Contact Sales“Revenue Cloud Advanced öffentlich ab £160 pro User/Monat, jährlich abgerechnet

Funktionsvergleich im Detail

Auch funktional liegen die beiden Lösungen näher beieinander, als viele Einkaufsprojekte zunächst annehmen. Beide beherrschen Regeln, Rabatte, Freigaben, Dokumente und wiederkehrende Geschäftsmodelle. Der Unterschied liegt meist in Tiefe, Offenheit und in der Frage, ob Ihre Zielarchitektur eher Salesforce-zentriert oder systemoffen gedacht wird. 

FunktionSalesforce CPQApttus / Conga CPQAuswahlimpuls
PreismanagementPreisregeln, Rabattlogik, Guided Pricing, Revenue-Cloud-ErweiterungPreislisten, Price Rulesets, Preisprogramme, Margin-GuardrailsConga wirkt oft stärker, wenn Preislogik über viele Kanäle und Systeme konsistent bleiben muss
ProduktkonfigurationGuided Selling, Bundles, Regeln, Quote Line EditorStandalone, Bundles, Optionen, Attribute, Asset-Based OrderingConga hat Vorteile bei sehr tiefer Produktmodellierung
AngebotsprozessQuote Templates, Dokumentgenerierung, Renewals und AmendmentsDoc Gen, Proposal-/Quote-Prozesse, Verbindung zu VertragsausleitungBeide stark; Conga oft enger mit Dokument- und Vertragsautomation verzahnt
IntegrationSehr stark innerhalb von Salesforce, APIs und externe Konfiguratoren möglichOffene APIs, Connectoren, CRM-/ERP-agnostische VariantenFür heterogene Landschaften punktet Conga
Vertrags- und Abo-ManagementRenewals, Amendments, Orders, Contracts, Billing in Revenue CloudAsset-Based Ordering, CLM-, Billing- und Contract-Execution-NäheFür End-to-End-Q2C sind heute beide breit, aber unterschiedlich verpackt

Preismanagement

Salesforce deckt Preislogik über Price Rules, Rabattwerkzeuge und Revenue-Cloud-Pricing ab. Conga setzt stark auf Preislisten, Price Rulesets, Preisprogramme und Regeln über mehrere Revenue-Streams. Wenn Preisgestaltung hochgradig kontingent, kanalabhängig oder vertragsspezifisch ist, wirkt Conga häufig etwas offener; wenn die Preislogik eng in Salesforce verankert bleiben soll, passt Salesforce natürlicher. 

Produktkonfiguration

Salesforce punktet mit Guided Selling und einem vertrauten Quote-Line-Editor-Ansatz. Conga modelliert Produkte als Standalone, Bundle oder Option und ergänzt Attribute, Preislisten und Asset-Logik. Für Unternehmen mit tiefen Stücklisten, sehr vielen Varianten oder langem Life-Cycle-Management ist das oft ein wichtiges Signal. 

Angebotsprozess

Salesforce bietet Quote Templates und Dokumentgenerierung direkt im CPQ-Prozess. Conga verbindet Quote-/Proposal-Erstellung stärker mit Dokumentautomation und dem Übergang in die Vertragserstellung. Für Teams, bei denen das fertige Dokument selbst ein kritischer Teil des Sales-Prozesses ist, kann dieser Unterschied spürbar sein. 

Integrationsmöglichkeiten

Salesforce ist besonders stark, wenn Sales Cloud, Service Cloud und weitere Salesforce-Komponenten bereits gesetzt sind. APIs und externe Konfiguratoren sind möglich, aber die natürliche Heimat bleibt das Salesforce-Ökosystem. Conga geht offensiver auf offene Integration: Connectoren und APIs für CRM, ERP und andere Clouds gehören zur Kernbotschaft, bei Smart CPQ sogar ausdrücklich CRM-/ERP-agnostisch. 

Vertrags- und Abonnementmanagement

Salesforce CPQ kann Amendments, Renewals, Orders und Contracts automatisieren; in Revenue Cloud kommen Billing und Invoicing als breitere Revenue-Funktionen hinzu. Conga adressiert denselben Raum über Asset-Based Ordering, Billing sowie die Verzahnung mit CLM und Contract Execution. Für Abonnement-Modelle sind beide reif, nur der Zuschnitt ist unterschiedlich.

Technologische Architektur und Integration

Architektonisch ist Salesforce heute klar: Revenue Cloud ist nativ auf der Salesforce-Plattform, composable, API-first und teilt Datenmodell, Sicherheit und UI mit anderen Salesforce-Anwendungen. Das vereinfacht Governance, Rollenmodelle und die Integration in eine bereits bestehende Salesforce-Landschaft. 

Conga argumentiert aus der anderen Richtung: offen, erweiterbar, connector-basiert und nicht an ein einziges CRM oder ERP gebunden. Für Unternehmen mit SAP-, Oracle-, Dynamics- oder Mischlandschaften ist das ein echtes Argument. Gerade Smart CPQ adressiert diesen Bedarf explizit. 

Für Migrationen ist außerdem wichtig, dass die Datenmodelle nicht identisch ticken. Salesforce arbeitet in weiten Teilen mit Price Books, Price Book Entries, Assets, Orders und Quote Line Items; bei Apttus/Conga spielen eigene Preislisten, Price Rulesets und paketbezogene Objekte eine größere Rolle. Das ist weder besser noch schlechter, aber es bedeutet: Ein Wechsel ist fast immer ein fachliches Re-Design und nicht nur ein technischer Export/Import. 

Implementierung und Time-to-Market

Lass uns über Implementierung und Time-to-Market erfahren:

Implementierungsaufwand

Beide Systeme sind keine Plug-and-Play-Tools für chaotische Produktdaten. Conga beschreibt die CPQ-Implementierung selbst als Transformationsprojekt, das Zeit, Ressourcen und organisatorische Abstimmung braucht. Im Salesforce-Umfeld zeigen aktuelle Nutzerstimmen ebenfalls, dass Setup und Customizing vor allem bei komplexen Preislogiken schwergewichtig werden können. 

Anpassungsfähigkeit

Conga wirkt in der Regel stärker, wenn ungewöhnliche Regelwerke, offene Integration oder sehr komplexe Produktarchitekturen gefragt sind. Salesforce ist meist dann schneller im Markt, wenn das Unternehmen bereits stark auf Salesforce standardisiert ist und nah an nativen Prozessen bleiben möchte. Diese Einordnung ist eine Synthese aus offizieller Produktpositionierung und Nutzerfeedback. 

Wartung und Administration

Salesforce profitiert von einer einheitlichen Plattform, bekanntem Security-Modell und nativer Nähe zu CRM-Daten. Conga bietet dafür mehr Freiheitsgrade, verlangt aber oft präzisere Katalog- und Preisarchitektur sowie konsequente Administrationsdisziplin. Ein spezialisierter Conga-Partner nennt als groben Praxiswert 6–8 Wochen für Quickstarts und 10–16 Wochen für komplexere Projekte; als Marktwert ist das hilfreich, aber natürlich partnerabhängig. 

Benutzerfreundlichkeit und User Experience

Salesforce bewirbt sein CPQ mit einer vertrauten, tabellenähnlichen Oberfläche, Guided Selling und eingebauten Rabatt- und Freigabelogiken. Das macht den Einstieg für Salesforce-erfahrene Teams oft leichter. Gleichzeitig berichten Nutzer immer wieder von höherer Klicktiefe, Lernkurve und Komplexität in erweiterten Szenarien. 

Conga wird in Nutzerfeedback häufig für Flexibilität bei komplexen Konfigurationen, Preislogik und Freigaben gelobt. Die Kehrseite ist die initiale Komplexität: Je tiefer die Modellierung, desto wichtiger werden gute Admins, sauberes Design und klare Governance. Kurz gesagt: Salesforce fühlt sich oft vertrauter an, Conga oft mächtiger. 

Zielgruppen und Einsatzbereiche

Nicht jedes Unternehmen braucht dieselbe CPQ-Tiefe: Entscheidend sind Produktkomplexität, Teamgröße, bestehende Systemlandschaft und die Frage, wie stark der Vertrieb bereits standardisiert ist. 

KMU

Für KMU sind beide Systeme dann sinnvoll, wenn Angebote komplex sind, Varianten sauber geführt werden müssen oder wiederkehrende Umsätze ein zentrales Modell sind. Für kleine Teams mit eher einfachen Produkten können beide Lösungen schnell zu groß wirken. Salesforce hilft in solchen Fällen oft mit dem vertrauten CRM-Kontext und einer klareren öffentlichen Einstiegspreislogik; Conga bleibt stärker erklärungs- und projektbedürftig. 

Enterprise-Unternehmen

Im Enterprise-Bereich sind beide stark. Salesforce hebt Multi-Currency-, Multi-Entity- und Multi-GAAP-Fähigkeiten sowie hohe Transaktionsvolumina hervor. Conga betont Enterprise-Scale, komplexe Kataloge, größere Bundles, offene Integration und performante globale Revenue-Prozesse. Hier entscheidet weniger „kann es das?“ als „welches Betriebsmodell passt besser zu unserer Architektur?“. 

Branchenfokus

Conga positioniert sich sichtbar in Bereichen wie Technologie, Financial Services, Healthcare, Life Sciences, Manufacturing sowie Transport und Logistik und adressiert stark den Bedarf an komplexem Enterprise-Quoting. Salesforce ist breiter horizontal aufgestellt, wirkt aber besonders schlüssig für Unternehmen mit Subscription-, Usage- oder Hybrid-Revenue-Modellen auf einer Salesforce-zentrierten Plattform. 

Preisvergleich

Bei CPQ-Projekten sollte der Preis nie nur als Lizenzbetrag verstanden werden, sondern als Zusammenspiel aus Nutzerzahl, Modulen, Integrationen, Implementierung, Support und langfristiger Administration. 

Salesforce CPQ Kostenstruktur

Die heute öffentlich sichtbare Referenz im Salesforce-Umfeld ist Revenue Cloud Advanced mit einem Startpreis von $200 pro User und Monat bei jährlicher Abrechnung. Billing ist separat zu quotieren, und Support-/Success-Modelle sowie Sicherheitsadd-ons können hinzukommen; für Salesforce Shield nennt Salesforce beispielsweise 30 Prozent des Net Spend. Wichtig: Öffentliche Preistransparenz liegt 2026 vor allem bei Revenue Cloud, nicht beim klassischen Legacy-Salesforce-CPQ-Paket. 

Apttus CPQ Kostenstruktur

Bei Conga CPQ ist die Kostenstruktur auf den offiziellen Seiten deutlich weniger transparent. Die Produktseiten führen in der Regel zu Demo- oder Contact-Sales-Strecken. Für die Gesamtkosten zählen daher vor allem gewählte Produktlinie, Umfang der Module für CLM, Billing, Dokumentautomation oder Signatur sowie Integrations- und Implementierungsaufwand. Das macht Conga modular, aber öffentlich schwerer vergleichbar. 

Vor- und Nachteile beider Lösungen

Beide Systeme lösen ähnliche Probleme – aber auf sehr unterschiedliche Weise. Die Entscheidung fällt selten allein über Funktionen, sondern darüber, wie gut die Lösung zur eigenen Architektur, zum Vertrieb und zur organisatorischen Reife passt. 

Vorteile Apttus CPQ

Conga ist stark, wenn Produkt- und Preislogik tief, kanalübergreifend und architektonisch offen gedacht werden müssen. Die Plattform verbindet Pricing, CPQ, Contracting und Dokumentautomation sichtbar enger als viele klassische CRM-zentrierte Ansätze. Für Unternehmen mit heterogener Systemlandschaft und hoher Produktkomplexität ist das ein handfestes Plus. 

Nachteile Apttus CPQ

Die Kehrseite von Conga ist die höhere konzeptionelle Schwere. Datenmodell, Preislisten, Regelwerke und Governance verlangen saubere Vorbereitung und erfahrene Teams. Auch Nutzerfeedback weist auf Setup-Komplexität und Upgrade-/Administrationsaufwand hin. 

Vorteile Salesforce CPQ

Salesforce überzeugt mit nativer CRM-Nähe, vertrautem UI, Guided Selling, Angebotsdokumenten, automatischen Renewals und einer klaren Einbettung in die breitere Revenue-Cloud-Strategie. Für Teams, die bereits tief in Salesforce arbeiten, entsteht dadurch oft der rundeste operative Alltag. 

Nachteile Salesforce CPQ

Der größte Nachteil ist heute strategischer Natur: Das klassische Produkt bekommt keine neuen Features mehr. Dazu kommen je nach Szenario Setup-Komplexität, Lernkurve und mögliche Grenzen, sobald Preis- oder Produktlogik sehr speziell und stark systemübergreifend wird. 

Wann sollte man Apttus CPQ wählen?

Apttus beziehungsweise Conga CPQ ist die bessere Wahl, wenn Ihre Angebotswelt wirklich komplex ist: viele Varianten, mehrere Kanäle, unterschiedliche CRM-/ERP-Systeme, anspruchsvolle Preisregeln, starke Verzahnung mit Verträgen oder ein globales Setup mit hoher Skalierung. Kurz: Wenn Offenheit und Tiefe wichtiger sind als maximale Nähe zum Salesforce-Standard, ist Conga oft das passendere Werkzeug. 

Wann ist Salesforce CPQ die bessere Wahl?

Wenn Ihr Unternehmen klar Salesforce-first arbeitet, Sales-, Service- und Revenue-Prozesse auf einer Plattform zusammenführen möchte und die Nutzer möglichst wenig Systembrüche spüren sollen, ist Salesforce die logischere Richtung. Strategisch sollte diese Richtung 2026 meist als Revenue Cloud beziehungsweise Agentforce Revenue Management gedacht werden und nicht nur als klassisches Legacy-Salesforce-CPQ. 

Migration: Wechsel von Apttus zu Salesforce CPQ

Ein Wechsel von Apttus/Conga zu Salesforce ist selten ein einfaches Rehosting. Wegen der Unterschiede im Objektmodell müssen Produktkatalog, Preislisten, Rabatt- und Freigaberegeln, Angebotsdokumente, Vertragslogik, Assets, Orders und historische Renewal-Daten neu gemappt werden. Ein älterer Migrationsleitfaden aus der Partnerpraxis weist explizit darauf hin, dass Salesforce stärker auf Standardobjekte wie Price Books, Orders und Assets setzt. 

Der wichtigste Rat lautet deshalb: Nicht nur „wohin migrieren wir?“, sondern „in welche Zielarchitektur migrieren wir?“ beantworten. Weil klassisches Salesforce CPQ keine neue Funktionsentwicklung mehr erhält, ist die strategisch vernünftigere Zieloption häufig Revenue Cloud statt eines bloßen 1:1-Umstiegs auf das alte Managed Package. 

CPQ-Lösungen von CanvasLogic

CanvasLogic spielt in diesem Vergleich eine etwas andere, aber spannende Rolle. Das Unternehmen fokussiert CPQ stärker auf visuelle Produktkonfiguration, 3D/AR-Erlebnisse, Guided-Selling-Workflow, automatische PDF-Angebote mit Branding und Integrationen in bestehende CRM- und Commerce-Prozesse. Damit ist CanvasLogic besonders interessant für Hersteller oder Anbieter variantenreicher Produkte, bei denen das Produktverständnis im Verkaufsprozess fast so wichtig ist wie die Preislogik. 

Wenn Salesforce und Conga eher als große Revenue-Plattformen gelesen werden, lässt sich CanvasLogic eher als spezialisierte, visuell starke CPQ-/Konfigurator-Lösung verstehen. Das macht sie nicht „kleiner“, sondern anders fokussiert: näher an Custom Products, Visualisierung und digitaler Beratung. 

Fazit

Die nüchterne Antwort lautet: Apttus CPQ versus Salesforce CPQ ist 2026 vor allem eine Entscheidung zwischen Conga-Portfolio und Salesforce-Roadmap. Wer offene Integration, tiefe Konfiguration und komplexe kommerzielle Logik über mehrere Systeme hinweg braucht, landet oft überzeugend bei Conga. Wer seine Revenue-Prozesse möglichst nativ auf Salesforce konsolidieren will, sollte klar in Richtung Revenue Cloud denken. Und wer visuelle, variantenreiche Produktwelten in den Mittelpunkt des Angebotsprozesses stellt, sollte CanvasLogic ernsthaft prüfen.

FAQ

Was unterscheidet Lizenzmodelle beider Systeme?

Salesforce zeigt 2026 im Revenue-Cloud-Umfeld einen öffentlichen Einstiegspreis pro User und Monat, rechnet aber jährlich ab und ergänzt je nach Bedarf Billing-, Security- und Support-Bausteine. Conga veröffentlicht auf den CPQ-Produktseiten dagegen überwiegend keine Listenpreise, sondern arbeitet stärker angebotsbasiert und modular über Produktlinie, Zusatzmodule und Services

Welche Sicherheitsstandards bieten CPQ-Plattformen?

Auf Salesforce-Seite sind unter anderem ISO 27001 sowie weitere Compliance-Kategorien wie ISO 27017, ISO 27018 und SOC 2 auf der offiziellen Compliance-Site dokumentiert; mit Salesforce Shield kommen Verschlüsselung, Event Monitoring und Audit-Funktionen hinzu. Conga nennt in seinen rechtlichen und sicherheitsbezogenen Unterlagen jährliche Zertifizierungen nach ISO 27001 und SOC 2 Type 2; für Signatur- und Dokumentprozesse verweist Conga außerdem auf Standards und Regularien wie eIDAS, ESIGN und UETA.

Welche Integrationen sind für B2B-Vertrieb entscheidend?

Die wichtigsten Integrationen sind fast immer CRM, ERP, Billing/Invoicing, Vertragsmanagement und eSignature; in industriellen Szenarien kommen oft Logistik-, Fertigungs- oder Auftragsmanagement-Systeme hinzu. Salesforce beschreibt Quote-to-Cash ausdrücklich als Kette von Konfiguration bis Billing und Zahlung, während Conga seine Plattform offen für CRM, ERP und Cloud-Systeme positioniert und sogar externe Order-Management-Integrationen hervorhebt. Für B2B-Vertrieb gilt daher: Entscheidend ist weniger die Anzahl der Schnittstellen als die Qualität des durchgängigen Datenflusses ohne Medienbrüche.

Ähnliche Beiträge
Demo anfordern
Demo anfordern