Februar 27, 2026
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Anastasiya Paharelskaya
Anastasiya Paharelskaya

Technologiebeobachterin

Anastasiya ist eine aufmerksame Beobachterin der Industrie für 3D-Produktkonfigurationen und Augmented Reality. Mit ihrem Gespür für Trends und Innovationen erklärt sie komplexe Themen auf einfache Weise und macht sie für ihre Leser zugänglich. Sie verfolgt zudem mit großem Interesse Entwicklungen in Bereichen wie Systemintegrationen und digitale Transformation, um stets die neuesten Erkenntnisse und Perspektiven zu teilen.

Was ist CPQ für HubSpot und wann lohnt es sich

Das Wichtigste:

  • Unternehmen mit komplexen Produkten reduzieren durch CPQ die Angebotserstellung im Schnitt um 30 bis 50 Prozent und senken Preisfehler laut Studien von Aberdeen und Gartner um bis zu 40 Prozent, während gleichzeitig die Transparenz in Vertrieb und Governance steigt.
  • CPQ für HubSpot bedeutet die strukturierte Konfiguration, Preisermittlung und Angebotserstellung direkt auf Basis der CRM-Daten, wodurch Pipeline, Vertrag, Abo-Modelle und Konditionen konsistent miteinander verbunden werden.
  • Insbesondere in B2B-Szenarien mit Varianten, Stücklisten oder BOM-Strukturen, Rabattlogiken und mehrstufiger Genehmigung entsteht ohne CPQ ein hohes Risiko für Inkonsistenzen zwischen Preisliste, Angebot und finalem Vertrag.
  • Eine saubere Synchronisation zwischen HubSpot, ERP und Finance-Systemen verhindert Medienbrüche und sorgt dafür, dass Angebot, Auftragsdaten und Rechnungslogik technisch und kaufmännisch übereinstimmen.

In vielen Unternehmen beginnt die Diskussion mit einer scheinbar einfachen Frage: Was ist CPQ für HubSpot und warum sollte ein funktionierendes CRM überhaupt erweitert werden? HubSpot ist eines der weltweit am schnellsten wachsenden CRM-Systeme mit über 200.000 Kundenunternehmen laut Unternehmensangaben, und gerade im Mittelstand wird es als zentrale Plattform für Marketing, Vertrieb und Kundenservice eingesetzt.

Doch sobald der Vertrieb nicht mehr nur einfache Produkte mit fixer Preisliste verkauft, sondern komplexe Konfiguration, Variantenlogik, individuelle Konditionen und mehrstufige Rabattregeln benötigt, stößt das Standard-Setup an strukturelle Grenzen. Genau hier setzt CPQ an, also Configure Price Quote, und transformiert HubSpot vom reinen Pipeline Management Tool zu einer transaktionsfähigen Angebotsplattform mit Governance, Workflow-Steuerung und revisionssicherer Dokumentation.

Was mit HubSpot CPQ konkret gemeint ist

Wenn von CPQ für HubSpot gesprochen wird, geht es nicht um eine einzelne Funktion, sondern um eine systematische Erweiterung des CRM um regelbasierte Konfiguration, dynamische Preisermittlung und automatisierte Angebotserstellung, die sich vollständig in Deals, Kontakte und Unternehmen integriert.

  • Konkret bedeutet das, dass ein Vertriebsmitarbeiter im Deal eine Konfiguration auswählt, beispielsweise eine Maschine mit verschiedenen Varianten, Optionen und Services, wobei das System automatisch die passende BOM generiert, Preise kalkuliert, Rabatte gemäß hinterlegten Konditionen prüft und ein formatiertes Angebot erzeugt, das später in einen Vertrag überführt werden kann.
  • Die Besonderheit liegt darin, dass die gesamte Logik innerhalb oder in enger Synchronisation mit HubSpot abläuft, sodass Pipeline-Status, Angebotsversionen, Genehmigungsschritte und Abo-Strukturen transparent nachvollziehbar sind und keine Excel-Dateien oder parallelen Preistabellen außerhalb des CRM entstehen.

Wo HubSpot ohne CPQ an Grenzen stößt

Sobald Preislogik und Produktstruktur komplexer werden, zeigt sich, dass HubSpot ohne CPQ zwar Deals verwalten kann, jedoch keine konsistente Regelmaschine für Konfiguration, Rabattberechnung und Genehmigung bereitstellt.

Komplexe Produkte und Varianten im Deal-Prozess

In B2B-Fertigungsunternehmen bestehen Produkte häufig aus modularen Baugruppen mit dutzenden Optionen, wobei jede Variante technische Abhängigkeiten aufweist und nur bestimmte Kombinationen zulässig sind.

  • Ohne CPQ erfolgt die Konfiguration oft manuell, beispielsweise durch Auswahl einzelner Line Items, wobei technische Regeln nicht systemisch geprüft werden, was zu fehlerhaften BOM-Zusammenstellungen führt und im schlimmsten Fall Nacharbeit in Produktion oder Engineering auslöst, während Studien von Forrester zeigen, dass fehlerhafte Angebote bis zu 5 Prozent Umsatzverlust durch Stornos oder Nachverhandlungen verursachen können.
  • Darüber hinaus fehlt im Standard-HubSpot-Setup eine konsistente Abbildung komplexer Variantenlogik, sodass Vertriebsteams häufig mit statischen Preislisten arbeiten, die nicht automatisch mit ERP-Systemen synchronisiert werden, wodurch Medienbrüche entstehen.

Preislogik, Rabatte und Freigaben in HubSpot

Preisermittlung ist in vielen Organisationen kein linearer Prozess, sondern basiert auf Staffelpreisen, Volumenrabatt, projektbezogenen Konditionen und regionalen Preislisten, die teilweise in unterschiedlichen Währungen geführt werden.

Ohne CPQ werden Rabatte häufig manuell eingegeben, wodurch Governance und Compliance leiden, da nicht eindeutig dokumentiert ist, wer welchen Rabatt gewährt hat und ob eine Genehmigung gemäß internen Richtlinien erfolgt ist, während moderne CPQ-Systeme automatisierte Workflow-Logiken bereitstellen, die Rabattgrenzen definieren und ab bestimmten Schwellen eine mehrstufige Genehmigung erzwingen.

Wie HubSpot CPQ im Sales-Alltag abläuft

Im operativen Vertrieb entscheidet Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Präzision über Abschlussquoten, weshalb CPQ den Deal-Prozess strukturiert und standardisiert.

Prozesskette von Deal zu Angebot

Der typische Ablauf beginnt mit einem qualifizierten Deal in der Pipeline, in dem der Vertriebsmitarbeiter eine Konfiguration startet, Optionen auswählt und Mengen definiert, woraufhin das System automatisch Preise berechnet, Rabatte prüft und ein Angebot als PDF- oder HTML-Dokument generiert.

Dieses Angebot wird direkt im Deal gespeichert, mit einer eindeutigen ID versehen und kann versioniert werden, sodass jede Anpassung nachvollziehbar bleibt und keine inoffiziellen Angebotskopien im Umlauf sind.

Übergabe vom Angebot an Ops und Finance

Sobald der Kunde das Angebot akzeptiert, erfolgt die strukturierte Übergabe an Operations und Finance, wobei die zugrunde liegenden BOM, Mengen und Konditionen systemisch exportiert oder per API synchronisiert werden.

Diese Synchronisation stellt sicher, dass das ERP-System identische Preislogik verwendet und keine Diskrepanz zwischen Angebot und Rechnung entsteht, was laut Untersuchungen von PwC zu einer Reduktion interner Abstimmungsaufwände um bis zu 25 Prozent führen kann.

Angebotsversionierung und Nachverfolgung im Deal

Im B2B-Umfeld werden Angebote häufig mehrfach angepasst, beispielsweise bei geänderten Mengen oder zusätzlichen Services, weshalb CPQ eine lückenlose Versionierung ermöglicht.

Jede Version ist im Deal dokumentiert, wodurch Vertrieb und Management jederzeit sehen, welche Variante wann versendet wurde, welche Rabatte gewährt wurden und wie sich die Konditionen entwickelt haben.

Übergang zu eSignature und Vertragsstart

Moderne HubSpot CPQ-Lösungen integrieren E-Signature-Funktionen, sodass das Angebot digital unterzeichnet und automatisch in einen Vertrag überführt wird, der wiederum im CRM referenziert ist.

Gerade bei Abo-Modellen mit wiederkehrenden Umsätzen ist diese nahtlose Verbindung zwischen Angebot, Vertrag und Startdatum essenziell, da Revenue Forecasts direkt aus der Pipeline generiert werden.

HubSpot-Daten, die CPQ braucht und erzeugt

CPQ ist kein isoliertes Tool, sondern erweitert das bestehende Datenmodell von HubSpot um zusätzliche Strukturen und Dokumente.

Deals, Kontakte und Unternehmensdaten

Die Grundlage bildet der Deal-Datensatz mit zugehörigen Kontakten und Unternehmensinformationen, da Preislogik häufig von Kundensegment, Branche oder Region abhängt.

CPQ greift auf diese Daten zu und ergänzt sie um Angebotsreferenzen, Konditionen und Genehmigungsstatus, wodurch eine konsistente Datenbasis entsteht.

Produkte, Line Items und Mengen

Produkte und Line Items sind zentrale Elemente, da sie die Basis für Preisermittlung und Konfiguration bilden.

Im CPQ-Kontext werden diese um Variantenlogik, Abhängigkeiten und automatische BOM-Generierung erweitert, sodass Mengen und Optionen systemisch konsistent bleiben.

Properties, Pipelines und Deal Stages

Zusätzliche Properties dokumentieren beispielsweise Genehmigungsstatus oder Angebotsversion, während Pipeline und Deal Stages durch Workflow-Logiken automatisiert vorangetrieben werden können.

So kann eine bestimmte Stage nur erreicht werden, wenn ein Angebot generiert und freigegeben wurde, was Governance stärkt.

Preislisten, Rabatte und Konditionen

Mehrere Preislisten für unterschiedliche Märkte oder Kundentypen werden im CPQ-Modell hinterlegt und mit Rabatten sowie individuellen Konditionen kombiniert.

Dies ermöglicht eine transparente Rabattpolitik und verhindert unkontrollierte Preisnachlässe, die Margen gefährden.

Angebotsdokumente, Attachments und IDs

Jedes Angebot erhält eine eindeutige ID und wird als Dokument im Deal gespeichert, wodurch Audit-Anforderungen erfüllt und spätere Rückfragen eindeutig beantwortet werden können.

Integrationsmodelle für HubSpot CPQ

Die technische Einbindung von CPQ in HubSpot kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, abhängig von IT-Strategie und Systemlandschaft.

HubSpot App Marketplace Integration

Viele Anbieter stellen eine zertifizierte App im Marketplace bereit, die standardisierte Schnittstellen nutzt und eine schnelle Implementierung erlaubt.

Direkte API-Integration mit Private Apps

Für individuelle Anforderungen können private Apps mit direkter API-Anbindung genutzt werden, wodurch spezifische Felder, Preislogiken oder externe Systeme integriert werden.

iPaaS-Anbindung über Integrationsplattformen

Plattformen wie Mulesoft oder Boomi ermöglichen eine orchestrierte Synchronisation zwischen HubSpot, ERP und Finance, ohne dass jedes System einzeln gekoppelt wird.

Middleware über eigenes Integrations-Backend

Größere Unternehmen setzen häufig auf ein eigenes Integrations-Backend, das als Middleware zwischen CPQ, CRM und ERP fungiert und Governance zentral steuert.

Webhooks und eventbasierte Synchronisation

Webhooks erlauben eine nahezu Echtzeit-Synchronisation, beispielsweise wenn ein Angebot freigegeben oder ein Vertrag unterzeichnet wird.

Batch Sync über geplante Jobs

Für weniger zeitkritische Daten können Batch Jobs eingesetzt werden, die beispielsweise jede Nacht Preislisten oder Konditionen aktualisieren.

Automatisierung mit HubSpot Workflows

Workflows sind ein zentrales Instrument, um Prozesse im Vertrieb zu standardisieren und zu beschleunigen.

Deal Stage Trigger und Re Quote Automationen

Wenn ein Deal eine bestimmte Stage erreicht, kann automatisch eine Re-Quote-Aktion ausgelöst werden, etwa bei Mengenänderungen oder neuen Anforderungen.

Rabattfreigaben mit Genehmigungsstufen

Rabatte oberhalb definierter Schwellenwerte lösen einen Genehmigungs-Workflow aus, der Management oder Finance einbindet und alle Schritte dokumentiert.

Aufgaben und Benachrichtigungen für Teams

Automatische Aufgaben und Benachrichtigungen stellen sicher, dass keine Angebotsfrist verpasst wird und alle Beteiligten informiert sind.

Datenvalidierung sowie Sync und Error Alerts

Workflows können zudem Datenvalidierung prüfen und bei fehlerhafter Synchronisation Alerts auslösen, wodurch Datenqualität gesichert wird.

Typische Use Cases mit HubSpot als CRM

CPQ entfaltet seinen Mehrwert besonders in spezifischen Branchen und Vertriebsmodellen — vor allem dort, wo Produktkomplexität, Preislogik oder internationale Strukturen manuelle Prozesse ineffizient und fehleranfällig machen.

B2B-Fertigung und Variantenvertrieb

Im Maschinenbau, in der Industrieautomation oder im Anlagenbau sind Produkte selten „Standardware“. Stattdessen bestehen sie aus zahlreichen Varianten, technischen Abhängigkeiten und komplexen Stücklisten (BOM).

Herausforderungen ohne CPQ:

  • Manuelle Konfiguration in Excel
  • Fehlerhafte Kombinationen von Komponenten
  • Unvollständige Preisberechnungen
  • Lange Angebotszyklen
  • Hohe Abstimmungsaufwände zwischen Vertrieb, Technik und Produktion

Mit einer CPQ-Integration in HubSpot wird der Vertriebsprozess strukturiert und regelbasiert automatisiert:

  • Technische Abhängigkeiten werden systemseitig geprüft
  • Nur valide Konfigurationen sind möglich
  • Preisregeln greifen automatisch (Material, Volumen, Marge)
  • Angebotsdokumente werden direkt generiert

Das Ergebnis:

Weniger Rückfragen an die Konstruktion, kürzere Time-to-Quote, deutlich reduzierte Fehlerquote — und eine professionelle Customer Experience bereits in der Angebotsphase.

Gerade im Variantenvertrieb mit mehreren Tausend Produktkombinationen ist CPQ nicht nur ein Effizienz-Tool, sondern ein Risikomanagement-Instrument.

SaaS- und Serviceangebote mit Paketen

SaaS-Geschäftsmodelle leben von flexiblen Preisstrukturen: Abonnements, Laufzeiten, User-basierte Modelle, Add-ons, Rabatte, Promotions oder Staffelpreise.

Ohne CPQ entstehen schnell Inkonsistenzen:

  • Unterschiedliche Rabattlogiken je nach Sales-Mitarbeiter
  • Individuelle Excel-Berechnungen
  • Fehlerhafte Vertragslaufzeiten
  • Intransparente Sonderkonditionen

Mit CPQ in HubSpot lassen sich:

  • Subscription-Modelle sauber hinterlegen
  • Laufzeiten dynamisch berechnen
  • Upgrades und Downgrades automatisieren
  • Rabattgrenzen definieren (mit Freigabe-Workflows)
  • Angebote direkt in digitale Verträge überführen

Besonders relevant ist hier die enge Verzahnung von CRM-Daten und Pricing-Logik:

Customer Segment, Deal Stage, Volumen oder Vertragsdauer beeinflussen automatisch die Angebotskonditionen.

Für SaaS-Unternehmen bedeutet das:

  • Skalierbare Vertriebsprozesse
  • Klare Governance bei Rabattentscheidungen
  • Schnellere Closing-Rates
  • Saubere Datenbasis für Forecasting und Revenue Planning

CPQ wird hier zum operativen Herzstück des Subscription-Revenue-Modells.

Multisite-Vertrieb mit mehreren Pipelines

Internationale Organisationen oder Unternehmensgruppen arbeiten häufig mit:

  • Mehreren Ländern
  • Unterschiedlichen Währungen
  • Lokalen Preislisten
  • Getrennten Sales-Teams
  • Verschiedenen Deal-Pipelines

Ohne strukturierte Preis- und Angebotslogik führt das zu:

  • Intransparenter Rabattvergabe
  • Unterschiedlichen Angebotsstandards
  • Compliance-Risiken
  • Fehlender Vergleichbarkeit von Deals

Mit CPQ auf Basis von HubSpot lassen sich:

  • Globale Preislisten zentral verwalten
  • Regionale Anpassungen regelbasiert abbilden
  • Mehrwährungsfähigkeit integrieren
  • Einheitliche Angebotslayouts sicherstellen
  • Corporate-Governance-Regeln systemisch durchsetzen

Das Entscheidende:

Zentrale Steuerung bei gleichzeitiger lokaler Flexibilität.

Headquarters behalten die Kontrolle über Margen, Preisgrenzen und Genehmigungsprozesse – während regionale Teams agil im Markt agieren können.

Für international skalierende Unternehmen ist CPQ damit ein Hebel für Standardisierung ohne Verlust an Marktnähe.

Partner und Reseller Deals mit Deal Routing

In indirekten Vertriebsmodellen wird es besonders komplex:

  • Unterschiedliche Partnerstufen
  • Individuelle Rabattvereinbarungen
  • Deal-Registrierung
  • Channel-Konflikte
  • Regionale Zuständigkeiten

Ohne klare Systemlogik entstehen schnell:

  • Doppelangebote
  • Unklare Margenverteilung
  • Manuelle Abstimmungen
  • Intransparente Deal-Ownership

Mit CPQ in HubSpot können Unternehmen:

  • Partnerstufen mit definierten Discount-Strukturen hinterlegen
  • Automatisches Deal Routing implementieren
  • Genehmigungsworkflows für Sonderkonditionen integrieren
  • Deal-Registrierungen transparent verwalten
  • Channel-Reporting strukturiert auswerten

Die Kombination aus CRM-Daten, Pipeline-Steuerung und Preislogik sorgt für:

  • Klare Konditionen
  • Transparente Marge
  • Vermeidung von Channel-Konflikten
  • Höhere Partnerzufriedenheit

Gerade im Channel-Vertrieb ist CPQ kein „nice to have“, sondern eine strukturelle Voraussetzung für Skalierung.

Auswahlkriterien für CPQ in der HubSpot-Umgebung

Die Auswahl eines geeigneten Systems erfordert eine strukturierte Bewertung technischer und organisatorischer Kriterien.

Passung zum HubSpot-Datenmodell

Ein CPQ-System sollte sich nahtlos in das bestehende HubSpot-Datenmodell integrieren — Deals, Produkte, Kontakte und Unternehmen müssen konsistent genutzt werden.

Wichtig ist:

  • Keine redundanten Datenstrukturen
  • Keine parallelen Produktdatenbanken
  • Klare Synchronisationslogik

Je sauberer die Integration, desto stabiler Reporting, Forecasting und Pipeline-Transparenz.

Reporting, Governance und Audit in HubSpot

Ein professionelles CPQ muss nachvollziehbar dokumentieren:

  • Welche Preise angewendet wurden
  • Welche Rabatte gewährt wurden
  • Wer Genehmigungen erteilt hat

Transparente Audit-Trails sind besonders in regulierten Branchen oder bei internationalen Organisationen entscheidend. Gleichzeitig sollten Angebotswerte, Margen und Pipeline-Entwicklung direkt in HubSpot auswertbar sein — ohne externe Excel-Reports.

Unterstützung für Mehrwährung und Steuern

Internationale Vertriebsmodelle erfordern:

  • Mehrere Währungen
  • Automatische Umrechnung
  • Regionale Steuerlogiken (z. B. VAT, Sales Tax)

Das Angebot muss steuerlich korrekt berechnet und sauber ausgewiesen werden. Fehlende Steuerlogik kann sonst zu rechtlichen und finanziellen Risiken führen.

Template Branding und Dokumenten-Compliance

Angebotsdokumente sind Teil der Markenwahrnehmung. Ein CPQ-System sollte:

  • Corporate-Design-Vorgaben unterstützen
  • Dynamische Textbausteine integrieren
  • Rechtlich geprüfte Vertragsklauseln automatisch einfügen

So wird sichergestellt, dass jedes Angebot professionell, konsistent und compliance-konform versendet wird — unabhängig vom jeweiligen Vertriebsmitarbeiter.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Trotz technischer Möglichkeiten scheitern Projekte häufig an organisatorischen Faktoren.

Unklare Preisregeln

Ohne klar definierte Preislisten, Rabattgrenzen und Freigabeprozesse entsteht schnell Chaos. Unterschiedliche Vertriebsmitarbeiter kalkulieren unterschiedlich — Inkonsistenzen sind vorprogrammiert.

Vermeidung:
Vor der Implementierung sollten Preislogiken, Margenziele und Genehmigungsregeln sauber dokumentiert und abgestimmt werden. CPQ automatisiert Regeln — es ersetzt keine fehlende Pricing-Strategie.

Schlechte Datenqualität

Unvollständige oder widersprüchliche Produktdaten führen zu fehlerhaften Konfigurationen und Angeboten. Wenn Stücklisten, Varianten oder Preise nicht sauber gepflegt sind, kann auch das beste System keine stabilen Ergebnisse liefern.

Vermeidung:
Vor Projektstart sollte eine strukturierte Datenbereinigung erfolgen. Klare Verantwortlichkeiten für Produktdaten sind essenziell.

Zu viele Sonderfälle im Prozess

Wenn jede Ausnahme technisch abgebildet wird, wird das System unnötig komplex. Zu viele individuelle Sonderkonditionen untergraben Governance und verlangsamen Freigabeprozesse.

Vermeidung:
Standardisierung vor Individualisierung. Sonderfälle sollten strategisch bewertet und – wenn möglich — in klare Regelwerke überführt werden.

Warum CanvasLogic für HubSpot CPQ-Lösungen?

CanvasLogic kombiniert tiefgehende Erfahrung in 3D-Konfiguration, komplexer Variantenlogik und ERP-Integration mit fundierter HubSpot-Expertise, wodurch nicht nur eine technische Lösung, sondern ein durchgängiger Prozess von Konfiguration über Angebot bis Vertrag implementiert wird.

Insbesondere bei Unternehmen mit anspruchsvoller BOM-Struktur, internationalen Preislisten und mehrstufiger Genehmigung schafft CanvasLogic eine stabile Architektur, die Synchronisation, Governance und Skalierbarkeit gewährleistet.

Fazit

CPQ für HubSpot lohnt sich immer dann, wenn Angebotserstellung nicht trivial ist, sondern Konfiguration, Rabattlogik, Genehmigung und Vertrag systemisch gesteuert werden müssen.

Unternehmen mit komplexen Varianten, mehreren Preislisten, Abo-Modellen oder internationalem Vertrieb profitieren nachweislich von kürzeren Sales-Zyklen, höherer Datenqualität und transparenter Governance, während gleichzeitig die Pipeline präziser prognostiziert werden kann.

Wer lediglich einfache Produkte mit fixer Preisliste verkauft, wird den Mehrwert möglicherweise nicht sofort erkennen, doch sobald Wachstum, Internationalisierung oder Produktkomplexität steigen, wird CPQ zum strategischen Enabler im HubSpot-Umfeld.

FAQ

Was kostet CPQ für HubSpot typischerweise?

Die Kosten hängen vom Anbieter und Funktionsumfang ab und liegen meist zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro pro Monat. Hinzu kommen Implementierungskosten für Integration, Regeldefinitionen und Schulungen.

Der Business Case ist jedoch klar: Kürzere Angebotszyklen, weniger Fehler und bessere Margenkontrolle führen häufig dazu, dass sich die Investition innerhalb von 12-24 Monaten amortisiert.

Wie funktioniert CPQ in HubSpot auf dem Smartphone oder Tablet?

Moderne CPQ-Lösungen sind webbasiert und responsiv. Vertriebsteams können direkt in der HubSpot-Oberfläche auf dem Smartphone oder dem Tablet konfigurieren, Preise berechnen, Angebote erstellen und Genehmigungen anstoßen. Das ermöglicht schnellere Abschlüsse – auch im Außendienst oder direkt beim Kundentermin.

Wie unterstützt CPQ und HubSpot Rabatte in internationalen Vertriebsmodellen?

Mehrere Preislisten, Währungen und definierte Rabattgrenzen lassen sich zentral hinterlegen. Wird eine Rabatt-Schwelle überschritten, startet automatisch ein Genehmigungs-Workflow. So bleibt regionale Flexibilität erhalten, während zentrale Governance, Margenkontrolle und Compliance sichergestellt werden.

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